Februar 24th, 2012
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RB: Yes. Oh, yes. I just let them speak. I don’t controll them; I simply give them a podium and let them talk to me. All my good stories are told to me by the characters. I don’t write my stories. They write me.
A Conversation with Ray Bradbury. In: Ray Bradbury, 1987: Fahrenheit 451. Del Rey in New York, Seite 185
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Februar 10th, 2012
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Kulturwissenschaft
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Einen autobiografisch-kulturwissenschaftlich gefärbten Blick auf das Bloggen wirft der Artikel Ein nicht vollständig fiktives* Interview über die Untiefen.
Dezember 6th, 2011
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Nur ganz kurz,
Schreiben
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Wer wissen möchte, wie die Drehbücher von Serien wie Buffy oder Firefly entwickelt werden – und welche Rolle dabei kollaboratives Arbeiten spielt – muss dringend The Writing Process von Jane Espenson lesen. Der Text bietet einen guten Einblick in den Drehbuchschreibprozess und die damit verbundene Schreibkultur (die – so vermute ich – maßgeblich für die Qualität vieler us-amerikanischer Serien sein dürfte).
Dezember 6th, 2011
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Nur ganz kurz,
Schreiben
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Hubert Fichte schreibt in kurzen Aussagesätzen, und nach jeder Aussage gibt es einen Punkt. Seine Sätze sind keine Schachteln mit Nebensatz- und Argumentationsgefüge, sondern ›einfach nur Sätze‹, und so hat jeder Satz gleich viel Gewicht.
Ich glaube ich mag das.
Die Welt der Märchen ist eine Landkarte des Verbotenen: Mach niemals die Tür auf, betritt unter keinen Umständen diesen Wald … und vor allem, junges Fräulein, sprich niemals mit dem Wolf!
Terry Pratchett / Jaqueline Simpson, 2011: Mythen und Legenden der Scheibenwelt. Wilhelm Goldmann in München, Seite 89-90
„Natürlich hat das etwas Manisches. Ausschneiden, ausschneiden, ja nichts verpassen“, sagt Anke te Heesen und blickt zum Fenster hinaus auf die Baukräne Richtung Gendarmenmarkt. Am Morgen hatte ihr eine Kollegin erzählte, Sabine Christiansen trage immer ein Papiermesser mit sich rum. Indes, fragt sich die Zettelforscherin: „Schleppt nicht jeder einen Stapel Zeitungen durch sein Leben?“ Artikel, die einem wichtig sind oder die man noch lesen möchte; die jahrelang herumliegen und jedes Mal, wenn man sie entstaubt, das schlechte Gewissen wecken. Schweren Herzens landen sie eines Tages im Altpapier, für immer ungelesen. Vielleicht brauchen wir solche Stapel, um uns im Leben zu verorten, überlegt sie und sagt: „Es ist nicht nur das Visuelle eines Textes, das inspiriert, sondern auch das Material in seiner puren Gegenständlichkeit.“ Viele ihrer Kollegen hätten versucht, den Schreibkram digital zu erledigen. Fast alle haben ihre Notizbücher rehabilitiert.
Anke te Heesen im Gesprüch mit Kai Michel. Kai Michel: Vom Schnippeln besessen. In: Zeit Online, Stand: 16. November 2011
Sogar Liebe, ja Liebe im besonderen kann als das gedeutet werden, was von außen kommt, als eine irgendwie wunderbare Gabe, um ein Innen zu schaffen. Und es ist gewiß die Weise, wie sie in Gedichten, Liedern und Gemälden vorgezeichnet wird, nicht zu vergessen das endlose Gefolge von Engeln, Cherubinen, Putten und Pfeilen, deren objektive Existenz, ja objektive, ebenso in Betracht gezogen werden sollte. Selbst die Liebe muß ihr Transportmittel, ihre spezifischen Techniken, ihre Verhaltensweisen, ihre Ausrüstung haben, genauso wie ein Handelsraum, ein Hauptquartier oder eine Fabrik.
Bruno Latour, 2007: Eine neue Soziologie für eine neue Gesellschaft. Suhrkamp in Frankfurt, Seite 366 bis 367
Es gibt viele Menschen, die ihre nächtlichen Träume im wachen Leben nicht mehr abrufen können. Ihr Vergessen ist vielleicht eher ein Insistieren. Der Traum wird nicht preisgegeben – nicht den anderen und auch nicht sich selbst. Ist doch das Erinnern der Träume seit Freuds Traumdeutung deutlich schwieriger geworden, denn der Traum kann nicht mehr als reine Erfahrung gesehen werden, sondern er muss nun einen Sinn haben. Der nicht erinnerbare Traum bleibt umschlossen von einer Schutzschicht, die ihn von allen rationalen Erklärungen fernhält.
Cornelia Meyer: Der vergessene schöne Traum. In: entwürfe 67 (3/2011), Seite 25
Wie wichtig Sprache ist, merkt man meistens erst dann, wenn sie fehlt. Wer sich davon überzeugen will, dem sei Hush ans Herz gelegt, eine der stärksten Episoden von Buffy the Vampire Slayer. Absolut sehenswert.
Oktober 2nd, 2011
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1 Kommentar
Josef Giger-Bütler schreibt nicht gerade elegant (um es vorsichtig zu sagen), dafür hat er eine sehr einfühlsame Sprache und treffenden Beschreibungen gefunden, die Nichtbetroffenen das Erleben depressiver Menschen nahe bringen. Vor allem aber hilft „Endlich frei.“ Schritte aus der Depression den depressiven Menschen selbst.
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